Liebe geht durch den Magen: Nicht nur am Valentinstag

 

Zum Valentinstag gehen viele Paare in ihr Lieblingsrestaurant oder genießen ein selbstgekochtes Menü in den eigenen vier Wänden. Denn bekanntlich geht die Liebe durch den Magen. Aber was ist dran an dieser Weisheit? Wie beeinflussen Gefühle und Beziehungen unser Essverhalten?

Platon ging vielleicht zu weit, als er die Liebe als eine „schwere Geisteskrankheit“ bezeichnete. Wer frisch verliebt ist, benimmt sich aber auf jeden Fall manchmal merkwürdig und ist sehr sprunghaft. Mit Schmetterlingen im Bauch vergessen Verliebte nicht selten zu essen, als könnten sie nur von Luft und Liebe leben. Unser Appetit hängt also auch von unserem Gefühlszustand ab. Bei Verliebten ist der Spiegel des biogenen Amins Phenylethylamin (PEA) besonders hoch. Das führt dazu, dass auf Wolke sieben der Hunger ausbleibt.

Wenn aus Verliebtheit Liebe wird, ändert sich das wieder. Denn Zweisamkeit ist auch eng mit Essen und Genuss verbunden. Da wird gemeinsam gekocht, abends ein Glas Wein getrunken und vor dem Fernseher genascht. Der Nachteil: Typische Partneraktivitäten machen sich auf der Waage bemerkbar. Wenn Paare in eine gemeinsame Wohnung ziehen, legen sie häufig an Körpergewicht zu. Das hat eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung bestätigt. Denn zusammenlebende Paare essen meist regelmäßiger als Singles und Alleinlebende. Da Essen in Gesellschaft mehr Spaß macht, werden größere Mengen und damit auch mehr Kalorien aufgenommen.

Streitigkeiten in der Beziehung bis hin zur Trennung können uns dagegen „auf den Magen schlagen“. Außerdem achten Singles häufig wieder mehr auf ihre Figur, um für das andere Geschlecht möglichst attraktiv zu erscheinen. Andererseits gibt es auch die Stressesser, die bei Liebeskummer in Süßigkeiten Trost suchen. Wenn wir zum Beispiel Schokolade essen, wird durch den enthaltenen Zucker und das Fett im Gehirn Serotonin freigesetzt, das die Stimmung hebt. Damit das durch Schokolade freigesetzte Serotonin glücklich macht, müssten allerdings sehr große Mengen gegessen werden.

Besser ist es, die Sorgen nicht mit Essen zu kompensieren, sondern negative Emotionen bewusst durch positive Gefühle zu ersetzen. Das gelingt zum Beispiel mit Sport, einem entspannten Bad oder Treffen mit Freunden. (BZfE)


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