Subformen der Depression: 2. Formen mit spezieller Symptomatik

 

Findet ein sozialer Rückzug in Folge der Erkrankung statt und stellen sich gleichzeitig Appetit- und Schlaflosigkeit ein, spricht man von einer „vegetativen Depression“.

Eine „agitierte“ Depression liegt vor, wenn der Betroffene unruhig und nervös ist. Äußerlich manifestiert sich das in vielen Fällen durch exzessives Reden und dem fahrigen Reiben und Ringen der Hände.
Dominiert hingegen Bewegungsstarre das motorische Verhalten, handelt es sich um eine „katatone“ Depression.

Liegen motorische Störungen in Verbindung mit Schlafstörungen und Appetitlosigkeit vor, und sind die Symptome der Depression am Morgen stärker ausgeprägt als abends, spricht man von einer melancholischen Depression. Wird eine Depression von Wahnvorstellungen begleitet, bezeichnet man sie als psychotische Depression.

Im Fall der atypischen Depression treten meist nur schwache emotionale und kognitive Symptome auf, die mit Schlaflosigkeit einhergehen. Zu ihnen kommen jedoch Anzeichen anderer psychischer Erkrankungen. Zum Beispiel können parallel zur Depression Phobien oder hysterischer Verhaltensweisen auftreten.


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